Vertrauen

Am 6. Mai 2026 lernte ich das Sana Klinikum Köln Braunsfeld nun ganz anders kennen – als Patient. Oft war ich beruflich dort gewesen, doch nun war alles anders.

Ostern 2026. Wir sind zu viert bei einer Skidurchquerung der Venedigergruppe. Bei sehr schlechtem Wetter brechen wir von der Johannishütte auf. Die Hoffnung auf Wetterbesserung wird vom aufziehenden Nebel verschluckt. Im Schneesturm gehen wir über verspaltete Gletscher weiter, alle anderen Gruppen drehen um. Gegen 12 Uhr erreichen wir den Gipfel. Die Kleidung ist vereist, es ist schneidend kalt und die Sicht ist fast null. Vor uns liegt die lange Abfahrt über den nordseitigen Gletscher, der große Gletscherspalten aufweist.

Ein Gelände, in dem man nicht mit Menschen unterwegs sein möchte, denen man nicht vertraut. Mein Sohn ist mit dabei, einer der wenigen Menschen, denen ich mein Leben in den Bergen anvertraue. Wir überqueren die große Randkluft an der Venedigerscharte, fahren durch verspaltetes Gelände am Seil ab und erreichen schließlich wohlbehalten die Kürsingerhütte. Bei widrigsten Bedingungen haben wir den Großvenediger (3664m) von Süd nach Nord überschritten, eine Tour, die ich nicht ohne Begleitung machen würde, der ich voll vertraue.

Eine Woche später auf einer Moutainbiketour im Chiemgau passiert es dann – ein einfacher Sturz, nichts Dramatisches, eine Baumwurzel blockiert das Vorderrad. Ich spüre sofort, dass etwas nicht stimmt. Ich schiebe mein Rad weiter, bis das Gelände einfacher wird, dann fahren wir ab. Die folgenden Wochen sind von Schmerzen geprägt. Das ist an sich nichts neues, ich weiß seit fast 30 Jahren, dass meine Bandscheiben nicht die besten sind. Über die Jahre hatte ich immer wieder Rückenschmerzen, aber diesmal ist es anders. Es gibt fast keine schmerzfreie Position mehr, auch nachts kann ich teilweise nicht mehr schlafen vor Schmerzen. Ich lasse ein MRT machen, die Bilder erledigen alle Illusionen die ich vielleicht noch hatte. Die Segmente L4-L5 und L5-S1 zeigen starke Höhenminderungen und degenerativen Verschleiß, der Schmerz wird durch einen massiven Bandscheibenvorfall im Segment L4-L5 verursacht. Zu den Schmerzen kommt noch eine Fußheberparese rechtsseitig. Ich weiß, was das bedeutet, seit über 25 Jahren arbeite ich in der Medizintechnik, die meiste Zeit davon in der Wirbelsäulenchirurgie. Über die Jahre habe ich viele ähnliche Bilder gesehen, nur dass das nicht mein Rücken war, sondern der von Patienten, die mit Produkten der Unternehmen, für die ich arbeitete, behandelt wurden.

Nun bin ich selbst der Patient, und doch unterscheidet mich etwas von den meisten anderen. Ich habe über 25 Jahre auf der ganzen Welt mit im OP gestanden und verschiedenste Eingriffe an der Wirbelsäule gesehen, von Südamerika über USA und Europa bis nach Asien. Ich habe viele Chirurgen beobachten dürfen, und einige gesehen, die hervorragend operieren, aber auch viele, denen ich meine Gesundheit nicht anvertrauen würde. Für mich war immer klar, dass ich in erster Linie hoffe, nie auf einen operativen Eingriff an der Wirbelsäule angewiesen zu sein. Es war aber auch seit langem für mich klar, dass es nur sehr wenige gibt, denen ich meine Gesundheit anvertrauen würde, und wen ich zuerst um Hilfe bitten würde.

Sobald ich das MRT hatte, habe ich mit Dr. Desai gesprochen. Wir kennen uns seit mittlerweile fast 15 Jahren, ich durfte oft bei ihm im OP beobachten, wie er Operationen an der Wirbelsäule durchführt. Erfahrungen, die mir nachhaltig klargemacht haben, warum die Worte Beruf und Berufung den gleichen Wortstamm haben. Ich vertraue ihm vollständig, sowohl was seine Erfahrung und Expertise bei Wirbelsäulenerkrankungen, als auch was seine chirurgischen Fähigkeiten betrifft. Nach einigen Telefonaten war die Entscheidung schnell klar: von allen Möglichkeiten ist eine bisegmentale Bandscheibenprothese diejenige, die mir die größten Chancen auf eine langfristig hohe Lebensqualität und Fortführung meiner alpinistischen Aktivitäten bietet.

 

Am 6. Mai 2026 lernte ich das Sana Klinikum Köln Braunsfeld nun ganz anders kennen – als Patient. Oft war ich beruflich dort gewesen, doch nun war alles anders. Diese Erfahrung hat mein Bild vom Klinikum und Dr. Desai nochmal erweitert. Ich fühlte mich von Anfang an dort wunderbar betreut, von der Aufnahme über die Station bis zum OP-Team. In der Einleitung zum OP kam Dr. Desai nochmal vorbei, ein kurzes Gespräch, bevor die Narkose ihre Wirkung zeigte.

Während ich das schreibe, bin ich mit meiner Frau in Italien beim Bergsteigen. Vorgestern sind wir auf den Sasso di Bosconero gegangen, ein steiler Gipfel in den Belluneser Dolomiten. 4 Monate postoperativ, ich bin seit längerem komplett schmerzfrei und wenn ich überhaupt noch Einschränkungen habe, dann dass mir die Vernunft sagt, es noch langsam angehen zu lassen. Nun gut, 1700 Höhenmeter im Aufstieg und Abstieg sind vielleicht nicht ganz langsam, aber mir geht es gut dabei. Ich weiß seit der OP nicht mehr, was Rückenschmerzen sind, wenn man von den wenigen Wochen postoperativer Phase absieht, in der sich die Muskeln an die neue Situation gewöhnen mussten. Meine Frau und ich sind nun auf dem Weg in die Abruzzen, um den Corno Grande zu besteigen, mit 2912m der höchste Gipfel der Abruzzen. Neben meinem Sohn ist meine Frau einer der wenigen Menschen, denen ich mein Leben beim Bergsteigen bedingungslos anvertraue. So wie ich Dr. Desai ohne zu zögern meine Gesundheit und auch mein Leben anvertraut habe. Ich bin wieder in meinen geliebten Bergen unterwegs, als wäre nichts gewesen, und doch ist etwas anders: ich bin dankbar, dass mir das noch möglich ist, ohne Einschränkung. 

 Ich bin dankbar, Menschen wie meinen Sohn und meine Frau in meinem Leben zu haben, denen ich in den Bergen vertrauen kann. Und ich bin dankbar, dass mein beruflicher Weg mich und Dr. Desai zusammengebracht hat, und er mir durch seine Fähigkeiten als Arzt weiterhin ermöglicht, das Leben zu führen, dass ich so liebe. Es ist ein gutes Gefühl, Menschen wie ihn in meinem Leben zu wissen, als Arzt, als Mensch und als Freund. Danke Biren, für alles!

Florian K. war Patient von Dr. Desai aus Köln.


Die Abbildungen des Patienten wurden gemäß Datenschutz genehmigt.