Adulte Skoliose – Ursachen und Therapie im Erwachsenenalter

Sind Patienten älter als 30, spricht man von einer adulten Skoliose. Meist sind degenerative Prozesse, hormonelle Veränderungen im Alter, insbesondere bei Frauen sowie Knochendichteverringerung wie z.B. bei Osteoporose Ursachen für die Entstehung einer Skoliose im Alter. Typische Symptome können neben lokalen Rückenschmerzen und ausstrahlenden Schmerzen in die Beine auch funktionelle Einschränkungen und Bewegungsdefizite sein.


Konservative Therapie

Der erste Behandlungsweg bei adulter Skoliose sind immer physiotherapeutische und physikalische Maßnahmen unterstützt durch Schmerzmedikamente. Gezielte Injektionen, ein allgemeiner Muskelaufbau sowie Gewichtsreduktion lindern ebenfalls bei vielen Betroffenen die Beschwerden.


Operative Therapie

Bei großen Schmerzen oder neurologischen Ausfällen ist meist eine Operation erforderlich. Moderne Techniken und Operationsverfahren ermöglichen die sichere Behandlung auch älterer Patienten.


FAQ zur adulten Skoliose

1Was ist eine adulte Skoliose?
Die adulte Skoliose ist eine Verkrümmung und Verdrehung der Wirbelsäule bei Erwachsenen mit einem Krümmungswinkel (Cobb-Winkel) von mindestens 10°. Sie entsteht als Spätfolge einer Jugendskoliose oder im Alter durch Verschleiß.
2Welche Symptome treten bei einer adulten Skoliose auf?
Am häufigsten treten chronische Rückenschmerzen auf, vor allem im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Schmerzen strahlen häufig in Gesäß und Beine aus. Zudem können neurologische Beschwerden, eine Fehlhaltung und eine Körpergrößenminderung auftreten.
3Welche Therapieformen gibt es bei Skoliose im Erwachsenenalter?
Skoliose im Erwachsenenalter kann konservativ oder operativ behandelt werden mit dem Ziel eine Schmerzlinderung und Mobilität zu erreichen. Zu den Therapiemöglichkeiten zählen Physiotherapie, multimodale Schmerztherapie, Orthesen sowie operative Eingriffe.
4Wann ist eine Operation bei adulter Skoliose notwendig?
Die Entscheidung für eine Operation ist individuell und hängt u. a. vom Leidensdruck und neurologischen Ausfällen ab. Eine Operation kann z. B. sinnvoll sein, wenn eine starke Spinalkanalstenose (Wirbelkanalverengung) die Nervenstrukturen einengt und dadurch das Gehen behindert.